Prostitution in Augsburg: Stadtverwaltung, Anmeldung & Sperrbezirk 2026
ca. 150–250 Prostituierte (Modellwohnungen, Clubs, Straßenszene)
Stadt Augsburg
Gesundheitsamt & Ordnungsamt
Rathausplatz 1, 86150 Augsburg
0821 324-0 (Zentrale)
Augsburg ist mit rund 300.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt Bayerns und ein bedeutendes Wirtschaftszentrum. Die Prostitutionsszene ist deutlich größer als in den meisten bisher behandelten Städten – es gibt mehrere Laufhäuser, Saunaclubs, einen etablierten Straßenstrich und eine Vielzahl von Modellwohnungen. Zuständig für alle Belange nach dem Prostituiertenschutzgesetz ist die Stadtverwaltung Augsburg. Die Gesundheitsberatung erfolgt beim Gesundheitsamt, die Anmeldung beim Ordnungsamt. In Bayern ist die Gesundheitsberatung kostenlos, die Anmeldegebühr liegt bei etwa 50–100 Euro. Die Stadt hat einen Sperrbezirk festgelegt, der vor allem die Innenstadt und Wohngebiete umfasst, während Gewerbegebiete und bestimmte Straßenzüge für die Prostitution freigegeben sind.
Schritt für Schritt: Gesundheitsberatung & Anmeldung
1. Termin beim Gesundheitsamt
Vereinbare einen Termin im Gesundheitsamt der Stadt Augsburg (Rathausplatz 1, Tel. 0821 324-0). Die Beratung ist kostenlos, dauert etwa 30–60 Minuten und wird auf Wunsch mit Dolmetscher angeboten. Es findet keine medizinische Untersuchung statt, sondern ein ausführliches Informationsgespräch über Rechte, Pflichten, Schutzmöglichkeiten und Gesundheitsrisiken.
2. Bescheinigung abholen
Nach der Beratung erhältst du eine Bescheinigung, die nicht älter als 3 Monate sein darf, wenn du sie zur Anmeldung vorlegst.
3. Anmeldung beim Ordnungsamt
Mit der Bescheinigung, zwei aktuellen Passfotos (45x35 mm), deinem Personalausweis (oder Reisepass) sowie ggf. Arbeitserlaubnis und Meldebescheinigung gehst du zum Ordnungsamt Augsburg (gleiche Adresse). Auf Wunsch wird eine Alias-Bescheinigung ausgestellt – sie schützt deine Identität bei Kontrollen und ist in Bayern kostenlos.
Gültigkeit: Anmeldung 2 Jahre (über 21) / 1 Jahr (unter 21); Gesundheitsberatung 1 Jahr (über 21) / 6 Monate (unter 21). Beide Bescheinigungen müssen bei Kontrollen mitgeführt werden – sonst droht ein Bußgeld von bis zu 1.000 Euro.
Sperrbezirk Augsburg – Was ist erlaubt, was nicht?
Die Stadt Augsburg hat gemäß Art. 297 EGStGB einen Sperrbezirk festgelegt. Prostitution ist verboten in:
- der gesamten Innenstadt (Bereich um Rathaus, Königsplatz, Maximilianstraße)
- allen Wohngebieten und Schulbereichen
- in unmittelbarer Nähe von Kirchen und Einrichtungen für Jugendliche
Erlaubte Zonen sind vor allem Gewerbegebiete (z. B. um die B17, in der Nähe des Hauptbahnhofs gibt es traditionell geduldete Bereiche) sowie klar ausgewiesene Straßen für den Straßenstrich. Der bekannte Straßenstrich in Augsburg befindet sich im Gewerbegebiet an der B17 (Bgm.-Ackermann-Straße und angrenzende Bereiche). Wer eine Modellwohnung betreibt, muss sicherstellen, dass die Adresse nicht im Sperrbezirk liegt – am besten vorher beim Ordnungsamt Augsburg nachfragen.
Preise und Nationalitäten – Was dich in Augsburg erwartet
Die Preise in Augsburg liegen im bayerischen Durchschnitt, leicht unter dem Niveau Münchens. Hier eine grobe Orientierung für verschiedene Leistungen (Modellwohnungen und Clubs):
| Leistung | Preis (ca.) |
|---|---|
| 15 Minuten | 40–60 Euro |
| 30 Minuten | 70–90 Euro |
| 60 Minuten | 100–150 Euro |
| Analverkehr | +30–50 Euro |
| Französisch / Blowjob | inklusive oder +20 Euro |
| Throatfuck / Deepthroat | +20–40 Euro |
| GFE (Girlfriend Experience) | +50–100 Euro |
Nationalitäten (bundesweite Zahlen Ende 2022): Von rund 28.280 angemeldeten Prostituierten waren 36 % Rumänien, 18 % Deutschland, 11 % Bulgarien, der Rest verteilt auf andere Länder. In Augsburg ist mit einem ähnlichen Muster zu rechnen – Osteuropäerinnen dominieren, Deutsche sind in der Minderheit.
Insider-Tipps für Augsburg
Das Gesundheitsamt Augsburg hat begrenzte Kapazitäten – plane mindestens zwei bis drei Wochen im Voraus.
Sie schützt deine Identität bei Kontrollen und ist in Bayern kostenlos.
Informiere dich beim Ordnungsamt über die aktuell geduldeten Straßen – dort gibt es auch regelmäßige Gesundheitsangebote (z. B. Streetworker).
München ist nur etwa 50 Minuten mit dem Zug entfernt und bietet eine riesige Auswahl an Erotik-Etablissements.
Für die Anmeldung werden zwei aktuelle Passfotos (45x35 mm) benötigt – ohne Fotos kein Termin.
Umland & Alternativen: München, Ulm, Ingolstadt
Augsburg liegt ideal zwischen München, Ulm und Ingolstadt. Wer mehr Auswahl sucht oder in einer der umliegenden Städte arbeiten möchte, findet hier die wichtigsten Links:
München ist mit dem ICE in etwa 35 Minuten erreichbar und bietet Laufhäuser, Saunaclubs und eine große Auswahl an Begleitagenturen. Auch Ulm ist nur 40 Minuten entfernt und hat eine eigene, etablierte Szene.
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Fazit: Augsburg – klare Zuständigkeiten, lebendige Szene
Augsburg ist eine der wenigen Großstädte Bayerns mit eigener Prostitutionsbehörde. Gesundheitsberatung und Anmeldung sind kostenlos, die Alias-Bescheinigung schützt die Identität. Der Sperrbezirk ist klar definiert – wer legal arbeiten will, sollte sich vorher über erlaubte Zonen informieren (Gewerbegebiete, bestimmte Straßenzüge).
Für Freier bietet Augsburg eine breite Palette: Modellwohnungen, Laufhäuser, Saunaclubs und einen Straßenstrich. Die Preise liegen im bayerischen Durchschnitt (70–90 Euro für 30 Minuten). Wer mehr Auswahl wünscht, fährt nach München – in etwa 35 Minuten mit der Bahn.
Preis-Leistungs-Fazit: Augsburg liegt preislich unter Münchner Niveau, bietet aber eine gute Infrastruktur. Die kostenlose Gesundheitsberatung und Alias-Bescheinigung sind klare Vorteile für Sexarbeiterinnen.